Wichtige Gedanken - was wir gelernt haben

 

Zelt Abrahams am 8.3.10 zum Thema:

Schulen christliche und andersgläubige Schüler/Innen.

Wie differenziert geht unsere christliche Gesellschaft auf Andersgläubige zu, wenn es um Schulaufführungen, Konzerte, etc. geht?

   

1. Teaching in und Teaching about Religion.
Es gibt zwei Modelle wie die Schule mit dem Thema Religion umgehen kann. Man kann über eine Religion lernen von aussen und sie objektivierend als geschichtliche Begebenheit betrachten oder man kann sie von innen heraus erlernen und ihre Traditionen leben. Die Anwesenden waren nicht einig, welche Form richtig ist für Staatsschulen (eine dahingehende Tendenz, Religion und ihre Symbolik nicht völlig aus dem Schulraum zu bannen war allerdings feststellbar) – allerdings sind wir uns einig, dass nur die jeweilige Religion über sich selber sprechen kann. Es muss authentisch bleiben.


2. Religiöser Zwang:
Von Nichtchristen wird in der Schweiz manchmal ein grober, manchmal ein subtiler Zwang seitens christlicher Seite wahrgenommen, an christlich geprägten Anlässen teilzunehmen. Dies löst Aversionen, sogar Wut aus, welche die Betroffenen selbst nach 60 Jahren noch im Umgang mit andersgläubigen Menschen behindert. (z.B. Juden und Muslime sollen den Joseph im Krippenspiel darstellen oder die einzige nichtchristliche Schülerin soll die Kerzen am Weihnachtsbaum anzünden ...)

 

3 . Statement:
An eine absolute Verbindlichkeit von Glaubenswahrheiten zu glauben ist das Recht jedes Gläubigen – das Recht diese Verbindlichkeit aber auf absolutistische, totalitäre Weise anderen aufzudrängen, darf niemand für sich beanspruchen.
Die absolute Verbindlichkeit die Wahrheit zu glauben besitzt JEDE Religion für sich – jedoch die absolute Verbindlichkeit die Wahrheit zu vertreten besitzt KEINE Religion.  

 

4. Fazit der Referenten:
Die Authentizität und Handlungskompetenz der Kinder muss von Eltern gefördert werden und in Absprache mit den Lehrern auch von den Lehrpersonen gefördert in die richtige, verträgliche Richtung gelenkt werden. Somit können wir Im Voraus deeskalieren.

 

5. Auftrag, Information an Lehrpersonal zu vermitteln:
Es wird enormer Bedarf festgestellt, authentische Religionsinformationen an Lehrer/innen zu übermitteln, welcher in der Aus- und Weiterbildung von Fachpersonal aus den jeweiligen Religionsgesellschaften vermittelt werden muss um die Authentizität zu wahren.