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Protokoll Zelt Abrahams 15.4.10 Thema: Gefängnisseelsorge
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Die Religionsdifferenz im Gefängnis kommt vor allem in der Küche zum tragen. Es wird bemerkt, dass auch
Menschen die der Religion vorher völlig indifferent entgegentreten – ab dem Gefängnisaufenthalt plötzlich religiös relevant essen müssen. Gibt es da in der Gefängnisküche
Verbesserungspotenzial?
J
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Gemäss dem Gefängnisdirektor vom Thorberg, Hans Zoss, selber auch Theologe, gab es bis jetzt KEINE religiös motivierten Streitigkeiten im Gefängnis.
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Die evangelikale Mission
findet im Gefängnis noch immer statt. Es gibt sogar ausgebildete Muslimmissionare. Daraus entstand der heutige Lehrgang für Gefängnisseelsorge, der an der Uni Bern angegliedert ist und bei
dem Herr Zoss eine führende Rolle übernommen hat.
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Die Schwierigkeiten aus muslimischer/jüdischer Sicht sind: Eine konstante Besuchserlaubnis für den Seelsorger
und allfällige Essenslieferungen. Dazu muss erwähnt werden, dass es einen Unterschied macht, ob Untersuchungshaft oder Strafvollzug abgesessen wird.
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Die islamische Seelsorge ist bereits etwas organisiert – da auch ein relativ grosses Bedürfnis dafür besteht.
Dennoch ist eine Verbesserung der Organisation und Kooperation erforderlich.
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Der Gefängnisdirektor hat ein Bedürfnis für ein Netzwerk, zu wissen von wo er neue Seelsorger bekommen kann, wenn er sie denn braucht. (z.B. bei Kündigung eines Seelsorgers.)
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Die Betreuung Angehöriger kann nicht durch die Gefängnisseelsorge abgedeckt werden. Es ist jedoch so, dass der
Gemeindeimam oder auch der Gemeinderabbiner meist dieselben Personen sind, welche auch die Gefängnisseelsorge übernehmen müssen.
. - Wir suchen neue Wege: für das Zelt Abrahams besteht nach einem sehr konstruktiven Gespräch folgendes follow up:
- Imam Halilovic bemerkt die gute Atmosphäre die vom Zelt ausgeht, welche wir für diese Arbeit nutzen können und weiterhin pflegen sollen
- Rabbiner Folger bemerkt, dass wir wirklich versuchen sollten einen Workshop zu organisieren wo sich Seelsorgende mit der Justiz und den offiziellen Beamten, die für die Gefängnisse arbeiten treffen können und Austausch über Bedürfnisse und Networking vollzogen werden kann.
- Direktor Zoss lädt uns alle und die es betrifft, auf den Thorberg ein, wo wir dieses Projekt starten können.
Alles in Allem ein voller Erfolg für die Gefängnisseelsorge aufgrund des offenen und engagierten Gesprächsklimas, konkret die Bedürfnisse der Gefängnisseelsorge anzusprechen und gemeinsam konstruktive neue Wege zu entwerfen und umzusetzen.
Zelt Abrahams