.
Protokoll Zelt Abrahams 10.5.10 Thema: Abraham im Judentum, Christentum & Islam
-
Das Thema des Verbindlichen, resp. auch des Trennenden zwischen den drei monotheistischen Religionen für
viele Menschen interessant, was sich daran erkennen ließ, dass mache Zuhörer nur mehr am Gang Platz fanden.
-
Abraham wird von allen drei Religionen als zentrale und maßgebender Patriarch und Prophet anerkannt.
-
Es gibt auch kritische Stimmen in Hinblick auf die Person Abrahams, vor allem von jüdischer Seite. Nicht
minder wichtig ist aber dabei zu wissen, dass gerade jüdische Textauslegung jene angesprochene, von den Kritikern negativ gedachte Kritik auf überzeugende Weise positiv zu interpretieren
vermag. Dennoch besteht klarer Konsens innerhalb der drei Religionen darüber, dass der Mensch Abraham Vorbild an Gottergebenheit, Herzensgüte und aufrichtiger Glaubenstreue darstellt.
-
Es wäre nicht so wesentlich, ob Isaak oder Ismael von Abraham hätte geopfert werden sollen, da dies die
spirituelle Botschaft nicht beeinträchtigt, dass es das "eigene Selbst", die "niedere Triebseele", das "Ego" ist, welches Gott zuliebe hingegeben und geopfert werden solle.
-
Das offene Gespräch der Projektleiter untereinander brachte zutage, dass das Projekt "Zelt Abrahams"
tatsächlich als vitales Projekt seine positiv, verändernden Wirkungen auf die daran Teilhabenden entfaltet.
-
Die gleichberechtigte Teilhabe am Projekt ist spannend, da – ohne einem bestimmten Ziel verpflichtet zu sein,
ausser dem der vollumfänglichen Kooperation und dem Wunsch, sich dem Gemeinsamen zu öffnen – man gemeinsam stets an neuen "geistigen Landschaften" vorbeiziehend, wundersames Staunen über das
Wirken des Allmächtigen zu erleben vermag.
- Abschließend kann gesagt werden, dass – gerade in der Person Abrahams sich das Paradox offenbart, dass meist im Gemeinsamen das Trennende verborgen liegt – und umgekehrt, und es somit an jedem Einzelnen liegt – auch ganz allgemein – nach welchem man zu streben beliebt.
Zelt Abrahams