Über uns


Die Mittlere Brücke Basels verbindet uns

Projektleiter

 

Nico Rubeli - Christ

Kadriye Koca - Muslimin

Anat Weill  - Jüdin

 

 

Profile:

 

Kadriye:

 

Ich habe sehr viel Freude am Leben und die Meinung anderer bedeutet mir sehr viel. Dies waren mit grosser Wahrscheinlichkeit die Gründe, die mich dazu bewegten, die Anfrage des Zeltes Abrahams positiv zu beantworten.  Es war mir bereits bei meiner Zusage klar, dass ich durch diese Aktivität, also durch die Begegnung mit Menschen anderen Glaubens,  viel Neues lernen kann.  Meine Ziele sind es, meinen Horizont zu erweitern, Interesse zu wecken, bestehende Vorurteile abzubauen, das Miteinander in der Gesellschaft zu fördern und das mir wesentliche Gesicht vom Islam anderen Menschen zu zeigen. Muslime, Juden und Christen wissen meist viel zu wenig voneinander und dies muss geändert werden. Meines Erachtens ist das Zelt Abrahams ein sehr guter Anfang, um hier Abhilfe zu schaffen. 

„Ruf Ihn in Furcht und Hoffnung an. Wahrlich, Allahs Barmherzigkeit ist denen nahe, die gute  Werke tun.“  (Sure 7, Vers 56)


 

Anat:

Juden, Christen und Muslime sehen im Stammvater Abraham, die Muslime nennen ihn Ibrahim, wir Juden nennen ihn Awraham, ihre religiösen Wurzeln - diese drei Religionen werden daher auch die abrahamitischen Religionen genannt.

 

Abraham als Begründer des Monotheismus für die Massen war Nomade und ist um „Seelen zu gewinnen" wie es in der Bibel steht - von Ort zu Ort gezogen.
Wir wollen nun, diese bereits „gewonnenen Seelen" zum Dialog zusammen bringen. Dadurch, dass wir mit unserem Zelt durch die Lande ziehen und die Menschen zum Gespräch miteinander anregen oder zu gemeinsamen Erlebnissen führen, ohne sie verändern oder beeinflussen zu wollen.

 

Wir hoffen die Idee macht Schule und trägt sich über gute Erlebnisse weiter in unsere grössere Umgebung hinein.
Ausserdem hoffen wir, dass die Menschen begreifen, das ein Zusammenleben ohne den Versuch miteinander umzugehen und zu sprechen auf Dauer nicht möglich ist. Wir wollen das Bedürfnis sich auszutauschen wecken und hoffen, dass sich diese Idee etabliert.
Auch ist unser Anliegen, möglichst viele Nachahmer zu finden mit denen dann Synergien geschaffen werden können, die möglichst vielen Menschen dienen.

 

Nico:

"ohne Angst verschieden sein"
Respekt bedeutet: Wahrhaftigkeit:
alle Menschen haben die gleichen Rechte
Respekt bedeutet: soziales Tun:
alle Menschen haben die gleichen Pflichten
Respekt bedeutet: Authentizität:
alle Menschen dürfen verschieden sein, sich unterscheiden, anders sein, andere Erfahrungen erleben und sich bei sich selber wohl fühlen, ihre Geschichte wahr machen.

Und für uns religiöse Muslime, Christen und Juden ist die schwierigste Herausforderung, die uns vielleicht überfordert und doch vepflichtet: Juden haben Wahrheit, Christen haben Wahrheit, Muslime haben Wahrheit, niemand darf sich im Wahrheitsanspruch über den anderen stellen, auch wenn jede Wahrheit verschieden bleibt.

Es gibt viele verschiedene Vorstellungen und Beziehungen zu Abraham, Awrohom, Ibrahim, je im Islam, im Judentum und im Christentum: diese verschiedenen Abrahamtraditionen unterscheiden sich, sind je ganz anders, und dennoch beziehen wir uns alle auf den einen Vater Abraham. Vielleicht eine Sehnsucht, die uns konkret Frieden, Respekt im alltäglichen Leben und mitmenschliche Wahrhaftigkeit bringt.

Hoffnung ist eine Tätigkeit: wir setzen sie jeden Tag um.

Wir träumen von Frieden in aller Verschiedenheit, dass wir Freude daran empfinden, dass wir alle je verschieden sind, dass die Welt farbig bleibt, dass wir darin authentisch werden, wenn wir einander Frieden zusagen und miteinander schon jetzt in einem pluralistischen Frieden leben, auch wenn in den Gesellschaften Europas dieser Frieden noch weit weit weg erschiene: wir arbeiten schon jetzt in friedlicher Lebensfreude: gemeinsam verschieden: Frieden nehmen wir vorweg, damit er schon heute wahr wird.